Mais-Mischanbau – Flexibler und produktiver mit Duo-Sorten von RAGT
Die Stangenbohne als Mischungspartner hat eine ganze Reihe von Vorteilen. Zunächst einmal steigert sie die Artenvielfalt auf dem Feld. Besonders für Milchviehbetriebe sind Mais-Stangenbohnen-Mischungen die perfekte Lösung. Diese Mischung kann den Rohproteingehalt der Silage um mehr als 40 Prozent erhöhen. Bei reduzierter N-Düngung kann die Stangenbohne mit Hilfe der Knöllchenbakterien Stickstoff generieren. Düngergaben lassen sich daher gut einsparen. Auswertungen der Ernteergebnisse zeigen, dass der Mischanbau mit Stangenbohnen im Vergleich zum Silomaisanbau nur geringfügig geringere Erträge bringt. Für einen erfolgreichen Mischanbau sollten beide Partner hohe und auch unter unterschiedlichen Witterungsbedingungen stabile Erträge bringen. Da die Maispflanzen den Stangenbohnen als Rankhilfe dienen, ist die Standfestigkeit ein wichtiges Kriterium. Die Bohnensorte muss phasinarm sein, um Futteraufnahme und -verträglichkeit nicht zu beeinträchtigen. In der Abreife sollte sich die Stangenbohne nach dem Mais richten. Das Ziel ist es, bei der Ernte einen Trockenmassegehalt von mindestens 32 Prozent zu erreichen. In der Regel sollten diese Bestände zum Ende der Silomaisernte mit den anderen reinen Maisbeständen geerntet werden.
Nicht zu früh säen
Ganz entscheidend für die Praxis ist, dass Stangenbohnen und Mais durch die sehr ähnliche Tausendkornmasse mit der vorhandenen Technik zusammen ausgelegt werden können.
Die Stangenbohnen sind wesentlich frostempfindlicher als der Mais. Darum sollte die Aussaat nicht vor dem 10. Mai erfolgen. Die Bodentemperatur sollte 10 bis 12 °C betragen. Der Mais, der bekanntlich im Jugendstadium empfindlich auf Konkurrenz reagiert, erhält unter diesen Bedingungen automatisch einen Wachstumsvorsprung.
Ganz wichtig ist es, die Bestandesdichte an die Wasserversorgung anzupassen. Abhängig vom Standort empfiehlt RAGT die Aussaatstärke um 20 Prozent zu erhöhen. Die Saatkörner sollten – auch zum Schutz vor Vogelfraß – 5 bis 7 cm tief abgelegt werden. Gleiche Anforderungen stellen die beiden Partner auch an die Erntetechnik und Silagebereitung. Für Biogasbetriebe sind Mais-Sorghum-Mischungen eine sehr gute Variante. Die Aussaat sollte hier allerdings separat erfolgen.
Einsatz von Duo-Mais hilft bei der Bekämpfung von Problemgräsern
Die Nutzung von Duo-Maissorten im Mischanbau ist eine perfekte Lösung für Standorte mit hohem Gräser- und Hirse-Druck, da eine herkömmliche Mischung häufig die Problematik mit sich bringt, dass diese gar nicht oder nur sehr unzureichend mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden kann. RAGT bietet eine Mischung mit 70 Prozent Duo-Mais und 30 Prozent Stangenbohnen an. Dies ermöglicht Landwirten, Problemgräser effizient im Nachauflauf mit Fokus Ultra zu bekämpfen. In vielen Regionen hat der Befall von Ackerfuchsschwanz, Quecke und insbesondere von Hirsearten in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit Fokus Ultra und der Nutzung einer RAGT Duo-Maissorte kann eine Behandlung noch bis ins 8-Blatt-Stadium des Maises erfolgen.
Unterschiedliche Umsetzung
Je nach Bundesland kann die Umsetzung der GAP-Richtlinien variieren. Anbauer sollten sich daher zur konkreten Planung bei der zuständigen Länderdienststelle informieren.
Im Webinar informieren
RAGT Saaten bietet am 28.10.24 um 11:00 Uhr ein Webinar zum Duo-System an, in dem auch über den Mischanbau berichtet wird. Weitere Infos hier.
Foto 1: Stangenbohnen-Blüte im Mais
Mais und Stangenbohnen erhöhen die Biodiversität auf dem Feld und sichern die benötigten Maismengen in der Fruchtfolge.

Foto 2: Maiskolben und Stangenbohnenschoten
Mais-Stangenbohnen-Mischungen sind durch die Erhöhung des Rohproteingehalts in der Silage besonders interessant.
Foto 3: Saubere Bestände
Mit DUO-Sorten von RAGT lassen sich Problemungräser im Mischanbau sicher bekämpfen.
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Betroffene Arten
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